Herzlich willkommen!

Klimawandel und Umweltschutz sind bestimmende Themen unserer Zeit. Doch viele Menschen fühlen sich durch die Komplexität dieser Themen überwältigt. Wo kann ich als Individuum anfangen? Wie kann ich selbst zu einer positiven Veränderung beitragen?

Im Projekt Nachhaltigkeitspraktiker der Stiftung Polytechnische Gesellschaft unterstützen wir Dich dabei, Deinen persönlichen Einflussbereich zu identifizieren und nachhaltig zu verändern. Sei es Dein Konsumverhalten, Deine Mobilitätsgewohnheiten oder das Thema Ernährung. Wir bilden eine Gruppe von 10 bis 15 Gleichgesinnten zwischen 18 und 35 Jahren aus Frankfurt und Umgebung, die sich gegenseitig dabei unterstützen, ihren Alltag langfristig nachhaltiger zu gestalten.

Die heutige Zeit hat uns bereits vor viele neue Herausforderungen in Bezug auf unser tägliches Leben gestellt. Unsere Routinen und Automatismen des Alltags sind von einem Tag auf den anderen stark eingeschränkt oder gänzlich unmöglich geworden. Wir haben gelernt, dass wir kurzfristig auch alternative Lebensweisen erfolgreich entwickeln und umzusetzen können – seien es Videokonferenzen statt Dienstreisen oder Ausflüge in die Region statt Wochenendtrips ins Ausland. Eine gute Ausgangssituation also, um neu anzufangen und unsere alten Gewohnheiten zu nachhaltigen zu machen.

Teile als Nachhaltigkeitspraktiker oder Nachhaltigkeitspraktikerin Deine Erfahrungen beim Erreichen Deines persönlichen Nachhaltigkeitsziels und zeige durch Dein eigenes Beispiel, wie es gelingen kann, an einer nachhaltigeren Gemeinschaft mitzuwirken.

Nachhaltigkeitspraktiker - das Programm

In einem gemeinsamen Workshop lernen wir uns in der Gruppe kennen und tauschen uns aus. Was bedeutet Nachhaltigkeit für Dich, und wo kannst Du am besten Veränderungen in Deinem Alltag einbauen? Wir experimentieren gemeinsam, teilen unser Wissen in der Gruppe und lernen durch Expertenimpulse verschiedene Aspekte des Themas Nachhaltigkeit kennen. Dort entwickelst Du auch Deine persönliche Herausforderung als Nachhaltigkeitspraktikerin oder -praktiker

Wir unterstützen Dich dabei, Deine persönliche Herausforderung als Nachhaltigkeitspraktikerin oder -praktiker zu definieren. Zum Beispiel kann diese sein, öfter das Fahrrad statt das Auto zu nehmen oder auf weniger Verpackungen beim Einkaufen zu achten oder öfter saisonal zu essen. Dann geht es an die Umsetzung: Wie kannst du Dein Ziel erreichen? Auf welche Herausforderungen und Widerstände stößt Du möglicherweise dabei?

Du widmest dich eigenständig Deiner Herausforderung im Alltag, reflektierst, dokumentierst und probierst Dich aus. Bei regelmäßigen „Salons“ treffen wir uns alle zwei Wochen in lockerer Atmosphäre mit der Gruppe zum Austausch über Erfolge und Hürden, über Tipps und Tricks und lernen gemeinsam voneinander. Jeder Salon hat einen thematischen Schwerpunkt, zu dem es Impulse zum Thema gibt oder wir lokale nachhaltige Initiativen besuchen.

Nach acht Wochen des Selbstexperiments treffen wir uns zu einer gemeinsamen Reflexion. Du dokumentierst Deine Erfahrungen als Nachhaltigkeitspraktikerin oder -praktiker und entwickelst gemeinsam mit der Gruppe Ideen, wie Du diese künftig an Menschen in Deinem Umfeld weitergeben kannst.

Teile Deine Erfahrungen als Nachhaltigkeitspraktikerin oder -praktiker und zeige anderen, wie es gelingen kann, ihren Alltag ebenfalls nachhaltiger zu gestalten. Dafür könntest Du zum Beispiel ein Video drehen, einen Stammtisch organisieren oder einen Workshop mit Deinen Nachbarinnen und Nachbarn veranstalten. Ein fünfter Salon unterstützt Dich bei der Planung und Umsetzung Deines Vorhabens.

Wir schließen das Projekt Nachhaltigkeitspraktiker mit einer gemütlichen Abendveranstaltung ab und zelebrieren unsere gemeinsame, nachhaltige Veränderung. Ihr stellt Eure gesammelten Erfahrungen als Nachhaltigkeitspraktikerinnen und -praktiker vor, schmiedet Pläne für weitere Herausforderungen und feiert Eure individuellen und gemeinsamen Erfolge als Nachhaltigkeitspraktiker

Vielen Dank für Dein Interesse. Die Bewerbungsfrist für den im April 2021 startenden Durchgang ist leider abgelaufen. Wir informieren an dieser Stelle und über den Instagram-Kanal der Stiftung, sobald es in die nächste Runde geht. 


Stimmen

Sabrina Lentfer, 37 Jahre: Ehemalige Samstagsschülerin, wollte ihr Kosmetikinstitut zu einem nachhaltigen Betrieb umstrukturieren. „Das Projekt war großartig. Ich habe alle Ziele umgesetzt und habe neue Ideen und Impulse durch die Gruppe sammeln können. Was ich durch dieses Projekt gelernt habe: Jeder kann etwas dazu beitragen, ob privat oder als Betrieb. Gerade als Betrieb hat man die Aufgabe/Verpflichtung, nachhaltig zu handeln und zu wirtschaften."

Lisa Ferrarelli, 27 Jahre: Hat vor einem Jahr ein Praktikum in der Karibik gemacht und dabei erlebt: „Ich habe zum ersten Mal live das Ausmaß von Plastik im Ozean gesehen. Es war erschreckend! Ich wollte und will ein aktiver Teil der nachhaltigen Veränderung sein und brauchte hierfür Unterstützung.“ Auf dem Weg zu ihrem Ziel, den Plastik- und Verpackungskonsum zu reduzieren, hat sie gelernt: „Es war eine abwechslungsreiche Erfahrung, von Glücks- bis hin zu Stressmomenten."

Aileen Barz, 29 Jahre: Hatte zum Ziel, sich saisonal und ökologisch zu ernähren und so weniger Verpackungsmüll zu verursachen. Dabei hat sie gelernt: „Nachhaltig zu leben bedeutete zunächst Disziplin. Aber auch Verständnis für sich selbst zu entwickeln, nicht perfekt zu sein. Ich habe mir viel vorgenommen und habe gelernt, dass jeder kleine Schritt zählt. Und wenn jeder diese kleinen Schritte macht, wir gemeinsam mehr erreichen können.“

Booz Matron, 18 Jahre: „Ich möchte meine Ernährung auf vegan umstellen und Möglichkeiten recherchieren, sich weiterhin ausgewogen ernähren zu können.“ Seine Lernerfahrung auf diesem Weg: „Vegan zu werden ist ganz schön schwierig. Und es ist einfacher, Kompromisse zu schließen. Hauptsache man achtet darauf, dass das, was man isst, nicht umweltschädlich ist.“. Seine Lernerfahrungen möchte er mit dem Berufswunsch Lehrer zukünftig auch an jüngere Generationen weitergeben.

Esa Böttcher, 32 Jahre: Die ehemalige Stadtteil-Botschafterin wollte ihren Verpackungsmüll um zwei Drittel zu reduzieren. Ihre Erfahrungen dabei: „Einfach machen! Einkaufen ohne Verpackung auf dem Markt, im Bioladen oder Supermarkt. Einfach mal die Tupperdose auspacken, nett fragen und schauen was passiert. Ohne Verzicht in manchen Bereichen geht es aber nicht."

Arevik Beglaryan, 22 Jahre: „Mit meinem künstlerisch-musikalischen Hintergrund möchte ich gerne nach Möglichkeiten suchen, auch im Konzertmanagement Formate nachhaltig zu gestalten und thematisch auf dieses wichtige Thema zu lenken. Dieses Projekt sah ich als tolle Chance an, Inspiration für mein Anliegen zu sammeln und Leute kennenzulernen, die sich auch für Nachhaltigkeit engagieren.“ Ihre Lernerfahrung dabei: „Nur Mut!"

Anneke Fuß, 22 Jahre: Sie hat sich schon oft mit den Auswirkungen unseres Verhaltens auf die Umwelt beschäftigt, nicht zuletzt auch durch ihren Bachelor in Biowissenschaften, weshalb sie an ihrem Verhalten arbeiten wollte. Auf dem Weg zu ihrem Ziel, Verpackungsmüll zu reduzieren, hat sie gelernt: „Jeder Anfang ist schwer und man muss mit Misserfolgen rechnen, aber mit der Zeit kommt die Routine.“

Janosch Wiedemann, 29 Jahre: Wollte neue Gewohnheiten schaffen, um verpackungsfrei zu leben. Seine Lernerfahrung dabei: „Wenn man zunächst nur an einer Stellschraube dreht, hat das auch Einfluss auf andere Aspekte der Nachhaltigkeit.  Nach kurzer Zeit gewöhnt man sich an die neuen Verhaltensweisen und sie sind gar nicht mehr so kompliziert umzusetzen. Ich habe Leuten von meiner Erfahrung berichtet und bin zu dem Schluss gekommen, dass nachhaltig leben gar nicht so schwer ist.“

Karla Alpers, 25 Jahre: Referendarin am Goethe-Gymnasium. Ihr Anliegen ist, im Bereich Bildung das Thema Nachhaltigkeit mehr auf die Agenda zu bringen und gemeinsam mit Schülern Projekte zu gestalten. „Um das authentisch umsetzen zu können, wollte ich erst einmal bei mir selbst anfangen und das am besten gemeinsam mit anderen.“ Sie hat gelernt: „Ich habe gelernt, dass man strukturiert und Schritt für Schritt den neuen „Lebensstil“ adaptieren muss. Rückschläge sind normal und wichtig."